ON TOUR IN AUSTRALIEN

Australien ist bisher ein weißer Fleck auf meiner Reiselandkarte. Dabei steht der rote Kontinent schon lange auf meiner Wunschliste. Doch bisher habe ich es noch nicht geschafft. Dann ist es endlich soweit, die Tour ist geplant und der Flug gebucht. Für unsere erste Down Under Tour  nehmen wir uns etwas mehr als 4 Wochen Zeit. Eine lange Zeit … und doch noch zu wenig um all das zu sehen, was wir gerne möchten. So konzentrieren wir uns auf die Highlights für „Ersttäter“: Ostküste, Outback und Great Ocean Road.

Australien Route mit FlaggeWir starten in Sydney und bleiben dort ein paar Tage. Dann fliegen wir weiter nach Melbourne: Ab hier heißt es „on the road“ mit dem Camper. Unser Sehnsuchtsziel ist die Great Ocean Road. Anschließend fliegen wir ins faszinierende Outback. Uns bleiben drei Tage, um den Uluru, die Kata Tjutas und den Kings Canyon zu erkunden. Unsere letzte Etappe bringt uns die Ostküste: Von Cairns entlang der Sunshine Coast geht es bis Airlie Beach. Als letztes großes Highlight gönnen wir uns einen Rundflug übers Great Barrier Reef und einen Segeltörn durch die Whitsundays. Dann wird unsere Reise in MacKay enden.

SYDNEY

Früh morgens landen wir in Sydney und stürzen uns gleich ins Abenteuer. Die Müdigkeit des Fluges vergeht schnell, denn Sydney hat viel zu bieten. Botanischer Garten, die berühmte Oper, der Circular Quai, The Rocks bis Darling Harbour … all diese Plätze gilt es zu erkunden und noch viel mehr.

Obwohl Sydney eine Großstadt ist, wirkt sie einladend, sauber und gemütlich. Und es gibt absolut ruhige Plätze zum Entspannen. Denn sobald wir den Botanischen Garten betreten, lassen wir den Lärm der Stadt hinter uns und tauchen in eine himmlische Ruhe ein.

Besondere Faszination üben das Opera House und die Harbour Bridge aus. Richtig deutlich wird uns das erst, als wir uns Zuhause die Bilder ansehen. Es gibt einen Menge Bilder von der Oper und der Brücke. Da fällt die Auswahl der besten Fotos schon fast schwer.

Sydney erstreckt sich über viele „Hügel“. Die beste Art, möglichst viel zu erkunden, sind die Hafenfähren. Günstig und schnell kreuzen sie zwischen Manley, Circular Quai, Darling Harbour und vielen anderen Stationen. Und vom Wasser aus zeigt sich ein Stadtbild, das uns mit mediterranem Flair begeistert. Hier könnte ich wohl auch leben.

Wenn abends langsam die Sonne untergeht, strahlt Syndey eine besondere Atmosphäre aus. Für alle, die keine Höhenangst haben, bietet sich der BridgeClimb in der Abenddämmerung an. Dann zeigt sich die Stadt von ihrer schönsten Seite. Und empfehlenswertes Pflichtprogramm ist sicher, sich den Sonnenuntergang vom Mrs. Macquaries Point anzuschauen. Dann leuchtet das Wahrzeichen von Sydney im perfekten Licht vor der Harbour Bridge und zaubert ein Lächeln auf die Lippen der Betrachter. Da kommen wir richtig ins Schwärmen.

Sydney ist eine tolle Stadt!

Meine Highlights

BridgeClimb zur Abenddämmerung • Sunset am Mrs. Macquaries Point • Blick auf die Stadt bei Nacht von der Harbour Bridge

GREAT OCEAN ROAD

Ein Highlight jagt das nächste. In Melbourne nehmen wir unseren Camper auf und starten in die „große Freiheit“. Es ist Labour Day Weekend und entlang der Küste gibt es viele Festivals. Das erschwert uns die Suche eines Campingplatzes – alle voll. Zum Glück sind wir flexibel.

Die Great Ocean Road ist fantastisch: Steilküste, raues Meer, tolle Aussichten  und salzhaltige Luft. Das macht richtig Laune. Dazu noch die Freiheit beim Campen – was wollen wir mehr!

Ein Top-Spot jagt den nächsten: London Brigde, Loch Arch Gorge, Zwölf Apostel, Cape Otway und viele andere tolle Orte. Es ist unglaublich schön hier. So hatten wir uns das vorgestellt. Sogar die Koalas in den Bäumen finden wir. Am Kennett River ist das ganz einfach, denn hier sitzen die Tiere in den Bäume direkt am Campground.

Die Nase in den Wind halten, den Fotoapparat im Anschlag und ganz einfach genießen – das bedeutet die Great Ocean Road für uns. Und glücklicher Weise sind die Spots trotz Labour Day Weekend nicht überlaufen. Manchmal sind wir ganz alleine.  Nur die Campgrounds sind gut besucht.

Meine Highlights

Koalas in den Bäumen von Kennett River • einsame Strände und grandiose Felsformationen

WILSONS PROM NATIONAL PARK

Mit der Fähre geht es von Queenscliff bis Sorrento. Dann schlagen wir uns zum Wilsons Prom durch. Da die Tour sehr lang ist, machen wir Zwischenstopp auf der Mornington Peninsula. Diese Ecke überrascht uns positiv. Das Strandbild prägen hier die bunten Stranhäuser, die in der Sonne fröhlich um die Wette strahlen. Wir genießen wir den Sonnenuntergang am Strand in vollen Zügen. Und am nächsten Morgen machen noch einen Abstecher zum Cape Schanck.

Wilsons Prom ist ein ungeahntes Highlight. Das hatten wir so gar nicht auf dem Schirm. Grandiose Natur, reichlich Wanderwege und eine Vielzahl an Tieren – wow! Hier bleiben wir zum Glück ein paar Tage länger und doch ist es noch zu kurz.

Wir haben Glück und der Campground ist relativ leer. So können wir in Ruhe genießen. Wombarts besuchen uns abends und sorgen fürs Überraschungsprogramm. Und die teils einsamen Strände wie der Squeaky Beach sind Traumparadiese. Früh morgens und abends ist außer uns kein Mensch da. Wohlfühlen ist hier garantiert.

Nach so viel toller Natur und Ruhe überfordert uns der kurze Zwischenstopp in Melbourne. Fast sind wir froh, als der Flieger in Richtung Outback geht.

Meine Highlights

Natur pur • Kängurus • Sunset am Squeaky Beach

OUTBACK – DAS ROTE HERZ AUSTRALIENS

Der Camper ist abgegeben und der Flieger bringt uns ins rote Herz des Kontinents.

Von Alice Springs startet unsere 3-tägige Tour mit einer kleinen, internationalen Gruppe. Diese Tour haben wir uns ausgesucht, da sie abseits der Straßen auch ins „richtige Outback“ führt. Auf dem Programm stehen der Uluru, die Kata Tjutas und der Kings Canyon. Übernachtet wird im Swag unterm Sternenhimmel. Das Abenteuer ruft! 😉

Das Outback hat einen ganz besonderen Reiz. Es ist ein faszinierender Ort der Extreme. Fast spürt man den Herzschlag der Erde und verneigt sich demütig vor ihr. Und manchmal möchten wir gerne ganz eintauchen in diese grandiose Atmosphäre und alles zur Erinnerung auf die Festplatte bannen. Doch der Respekt vor den heiligen Orten der Aboriginies hält uns davon ab.

Früh morgens starten wir zu unseren Wanderungen. Und fast erscheinen mir die Kata Tjutas noch geheimnisvoller als der Uluru. Doch keine Frage, der Uluru bei Sonnenuntergang – fast schon dekadent bei einem Glas Sekt – hat auch seinen Reiz. Wären da nur die vielen Touristen nicht, die um die besten Plätze für den Sunset kämpfen.

Besonders schön ist auch die Wanderung durch den Kings Canyon. Die Sonne ist noch nicht aufgegangen als wir starten. Mit jeder Minute, mit jedem Lichtstrahl verwandelt sich der Canyon in einen faszinierenden Ort, der uns immer wieder staunen lässt.

Ein Muss ist für uns die Übernachtung in de Camps abseits jeglicher Zivilisation. Dort strahlt der Sternenhimmel besonders schön, das Essen am Lagerfeuer schmeckt besonders gut und die Übernachtung im Swag ist ein besonderes Erlebnis. Und wenn man dann noch mit Puccini vor Sonnenaufgang geweckt wird, fühlt man sich wie in einer Parallelwelt. So sieht das „wahre“ Outback aus. 😉

Meine Highlights

Uluru bei Sonnenuntergang • Schlafen unterm Sternenhimmel • Kings Canyon

VON CAIRNS BIS MISSION BEACH

Der Flieger bringt uns an die Ostküste. Wir müssen ein wenig umdisponieren, denn Zyklon Nathan zieht auf. Er wird in den nächsten Tagen irgendwo bei Cairns auf die Küste treffen. Die Warnung gilt insbesondere für die Region nördlich von Cairns. Daher entfällt für uns der Abstecher in den Daintree Nationalpark. Und auch Schnorcheln am Great Barrier Reef ist im Moment keine Option.

So besuchen wir Kuranda und fahren mit der Bahn hoch. Das ist wahrhaft touristisch und nicht ganz so unser Ding. Da sind uns die einsamen Strände auf dem Weg nach Port Douglas lieber oder auch die waldigen, hügeligen Gebiete der Atherton Tablelands

Angesichts des herannahenden Zyklons machen wir uns bald auf den Weg nach Süden. Bis Mission Beach kommen wir. Hier gefällt es uns so gut, dass wir spontan eine Nacht bleiben, bevor wir Magnetic Island ansteuern.

Meine Highlights

Fig Trees • Mission Beach

MAGNETIC ISLAND

Magnetic Island stand ursprünglich gar nicht auf unsere Plan. Doch es entpuppt sich als gute Alternative. Die kleine Insel ist wunderschön, grün und voller Tiere. Und unser B&B bei Robyn und Phil ist ein wahrer Glücksgriff. Denn die beiden sind mit Herz und Seele Gastgeber und zeigen uns ein paar der  schönsten Plätze der Insel.

Unser Auto ist auf dem Festland geblieben. Hier braucht man nicht ungedingt ein Auto, aber so ein kleines Barbie-Topless Car macht schon Spaß. 😉 Und so sind wir unabhängiger vom Bus.

Magnetic Island ist grün und beschaulich. In den Bäumen hinter Robyns Haus leben die Koalas, Tausende von blauen Schmetterlingen schweben durch die Luft und die vorlauten Pagagaien frühstücken gerne mit. Dazu gibt es handzahme Rock Wallabies, die sich gerne füttern und sogar streicheln lassen.

Die Stände sind wie aus dem Bilderbuch: weiße Strände in kleinen Buchten, türkisfarbenes Wasser … einladen schön. Leider ist die Zeit der Stinger Quallen und damit Baden ein No Go. Es sei denn, die Coast Guards haben morgens das Wasser kontrolliert und für relativ sicher erklärt.

Meine Highlights

Alma Bay • Sunset Picknick in der Horseshoe Bay • Rock Wallabies

WHITSUNDAYS

Die Whitsundays waren ein MUSS auf unserer Liste. Schließlich wollten wir das berühmte Heart Reef mit eigenen Augen sehen. So haben wir uns schon von Zuhause den 3-stündigen Rundflug mitsamt Stopp zum Schnorcheln bei Whitsunday Air gebucht. Dieses Entscheidung war goldrichtig.

Das Great Barrier Reef von oben ist eine andere Welt – eine Zauberwelt. Die Farben sind unglaublich leuchtend. Wir bekommen gar nicht genug. Und unser kleines Wasserflugzeug bringt uns an die schönsten Ecken. Vor allem der Schnorchel-Stopp ist grandios. Hier sind wir nur zu sechs Leuten, die sich die farbenprächtige Unterwasserwelt anschauen, Ruhe und Beschaulichkeit inklusive.

Zum Abschluss der Reise gönnen wir uns einen Segeltörn auf einem kleinen Katamaran. Drei Tage segeln durch die Whitsundays, an einsamen Stellen ankern und abseits der Touristenstöme die wunderschöne Inselwelt erkunden – das ist genau die richtige Entscheidung. Wir können uns nicht satt sehen. Unsere Crew bringt uns zu tollen Schnorchelplätze und verwöhnt uns mit Leckereien. Aber das absolute Highlight ist Whitsunday Island mit seinem weißen Sandstrand, dem türkisen Wasser und der wunderschönen Umgebung … und das alles, nachdem die Touristenströme von dannen gezogen sind.

Die Whitsundays sind ein Traum!

Meine Highlights

Heart Reef • Schnorcheln an einsamen Plätzen  • Whitsunday Beach

Viel zu schnell steht der Rückflug vor der Tür. Von MacKay starten wir in Richtung Heimat und nehmen unglaublich tolle Eindrücke mit. Das wird sicher nicht die letzte Tour hier gewesen sein. Wir haben nur einen kleinen Eindruck bekommen. Und es gibt noch so viel mehr zu entdecken.

„In Down under ticken die Uhren noch anders. Durch die Weite des Landes und die Entspanntheit der Menschen setzt die Erholung hier ganz schnell ein.“
SABINE

REISEFOTOS AUSTRALIEN