Früh aufstehen ist angesagt. Denn ich habe mir eine Delphin-Tour gegönnt.. Einbisschen aufgeregt bin ich schon.

Mit Kona Ocean Adventures geht es 8 Uhr morgens vom Hafen aus los. Momi, mit der wir auch schon das Manta-Schnorkeling gemacht haben, ist auch dieses Mal der Kapitän. Als Zweite ist Gina mit an Bord und wird mit uns Schnorcheln.

Als einziges Boot fahren wir nach Norden. Die Delphine jagen bei Nacht und kommen morgens gerne in ruhige Gewässer, am liebsten in die sandigen Buchten. Und im Norden gibt es genug davon. Außerdem sind wir mit unserer Kleingruppe – ganz 7 Leute – dort ungestört.

Wir müssen weit rausfahren, bevor wir endlich eine große Gruppe Spinner Dolpins sehen. Momi fährt dicht ran. Dann heißt es schnell sein, ins Wasser springen und gucken. Die Delphine sind ziemlich schnell. Und sie ziehen unbeirrt ihres Weges. Das ist schön irre. Die Gruppe zieht einfach unter uns durch.

Das Wasser ist so klar, dass ich bis auf den Grund gucken kann. Dazu die Delphine in ihrer natürlichen Umgebung … Einfach nur Wahnsinn! Das ist schon toll! Unbeschreiblich schön.

Immer wieder gehen wir zurück auf’s Boot und Momi bringt uns wieder in eine gute Position, um die Gruppe Delphine zu sehen. Die sind so fix entlang der Küste unterwegs, dass wir schwimmend niemals hinterher kämen. Wasser ist halt nicht so unser Element.

Vom Boot aus sehen wir die Sprünge und das Auftauchen der Gruppe. So wissen wir, wo sich die Gruppe gerade aufhält. Das hat schon was Erhabenes.

Wir begegnen sogar unterschiedlichen Gruppen. Und wir haben das Glück, alle drei hier heimischen Delphinarten zu sehen: Spinner Dolphins, Spotted Dolphins und dann auch noch „Flipper“.

Laut Gina sind die „Flipper“ die größten Delphine und die einzigen, denen man Kunststücke beibringen kann. Auf jeden Fall schwimmen sie neugierig mit dem Boot. Als ob sie in der Bugwelle mitsurfen.

Und zum Schluss, als wir Pause an einem Riff machen, schwimmt auch noch eine Schildkröte unter mir durch. Ein perfekter Morgen! Das frühe Aufstehen hat sich echt gelohnt.

Zurück im Hafen mache ich mich schnell auf den Weg „nach Hause“. Anne wartet schon auf mich. Und nach einem kurzen Lunch entscheiden wir uns für eine Auszeit am Strand. Da der Himmel zuzieht, fahren wir gen Norden – dem blauen Himmel entgegen. Unsere Wahl fällt auf den Hapuna Beach. Eine gute Wahl! Wir sagt Anne so schön: „Das nenne ich mal einen Strand!“.

Irgendwann, nach ein paar Stunden, haben die dunklen Wolken uns eingeholt. Da es auch schon 5 p.m. ist, fahren wir zurück. Es ist unser letzter Abend auf Big Island. Wo ist nur die Zeit geblieben? Ich mag nicht darüber nachdenken.

Auf jeden Fall nutzen wir ganz dekadent noch mal den Whirlpool auf unserer Terrasse. Das hat was!

Ein besonderer Tag geht zu Ende. Und mit ihm leider auch unsere Zeit auf Hawaii. Wie gerne würde ich noch etwas bleiben!