Heute klingelt der Wecker schon um 6 Uhr morgens. Das ist viel zu früh Doch um 8 Uhr habe ich mich für eine Tour zu den Delphinen angemeldet. Da heißt es: „Raus aus den Federn Schlafmütze!“

Ein Frühstück mit frischem Obst und gutem Kona-Kaffee hilft beim Wach werden. Nur die Sonne fehlt jetzt noch. Aber sie lugt schon hinter den Wolken vor. Das sieht gut aus.

Anne fährt mit und will sich in der Zeit den Ort anschauen. Wir fahren zunächst zum kleinen Hafen. Dort wartet schon der Rest der Gruppe auf mich … leider vergebens. Die Sonne ist zwar da, aber der Wind ist zu stark. Schwimmen und Schnorcheln mit den Delphinen findet heute nicht statt. Schade! Ich buche auf Sonntag um. Das ist meine letzte Chance. Also heißt es „Daumen drücken für beste Wetterkonditionen“.

Ein unverhofftes freier Tag, den wir zu nutzen wissen. Also erst einmal zurück ins wunderbare Boynton’s B&B, einen zweiten Kaffee auf der Terrasse trinken und in unserem Reiseführer schauen. Wir entscheiden uns für die Tour südlich von Kona.

Erster Stopp ist die Greenwell Kaffeeplantage. Der Kona-Kaffee ist zwar schweineteuer, für Kenner aber ein Genuss. Die geführte Tour sparen wir uns. Es ist gerade ein riesiger Reisebus, vermutlich vom Kreuzfahrtschiff, eingetroffen. Das ist zu viel Rummel für uns. Und Anne und mir fehlen die großen Namensschilder am Shirt, um wirklich in die Gruppe zu passen. ?

Als nächstes fahren wir zur Kealalelua Bay. Das Wasser hat einfach tolle Farben. Unglaublich dieses Türkis, Grün und Blau. Morgens und abends sollen sich hier viele Spinner Delphine zeigen. Doch dafür sind wir heute wohl zu spät dran. So genießen wir das Panorama ohne die quirligen Meeressäuger.

Kurz nach der Bucht erreichen wir Pu’uhonua o Honaunau. Das ist eine alte Hawaiianische Anlage, in der Leute Schutz suchen konnten, die ein Gesetz gebrochen hatten. Dort wurden sie quasi von ihrer Schuld wieder rein gewaschen.

Die Anlage ist absolut klasse. Irgendwie ist es ein Schritt zurück in die Vergangenheit. Nur die vielen Kreuzfahrer stören die Idylle etwas, um wirklich einzutauchen. Aber wir haben ja Zeit. Ein junger Hawaiianer, der mach alter Tradition Werkzeuge herstellt nimmt sich Zeit, uns alles zu erklären. Das ist schon beeindruckend.

Es ist warm und schwül. Mit klebt das Shirt am Körper. Es muss dringend eine Abkühlung her. Und da das Wasser hier voller bunter Fische und zum Teil auch Schildkröten ist, nutze ich die Gelegenheit. In der Two Step Bay, die direkt vor der Anlage liegt, gehe ich Schnorcheln. Anne hält im Schatten die Stellung. Für einen kurzen Moment springt sogar ein Delphin seine Salti. Wow!

Es gibt keinen Strand, nur Felsen und bunte Fische. Daher ist die Sicht echt gut.

Ich könnte noch lange weiter schnorcheln, doch Anne brutzelt in der Hitze und ist langsam schon gar.

Den Green Sand Beach an der Südspitze kippen wir für heute. Die Fahrt dorthin würde noch mal zwei Stunden pro Weg kosten. Vielleicht ein anderes Mal.

Und die Painted Church ist wegen Hochzeit für uns nicht zugänglich. Es gibt halt Prioritäten. Und die Hochzeit geht definitiv vor. ?

Anne möchte gerne in den Ort Kona und ein bisschen bummeln. Doch wir werden enttäuscht. Es gibt nur ein paar Essenslokale. Es ist ein bisschen wie auf „Malle“, nur ohne Geschäfte. Das gefällt uns nicht. Wir sind schnell durch und wieder weg.

Vielleicht klappt es ja mit dem Sunset in der Delphinbucht (Kealalelua Bay). … Okay, statt Delphinen sind nur ein paar Typen da, die gerne „rumrotzen“. Nicht unser Stil. Wir sind dann mal weg.

Am alten Hawaiianischen Dorf kommen gerade die Ruderer mit ihren Outrigger wieder an Land. Das Bild ist schon viel schöner.

Doch der Sonnenuntergang verschwindet auch hier hinter den Wolken. Es wechselt so schnell von Sonne zu Regen, dass man manchmal nass ist, bevor man es realisiert hat. Dann ist mit all dem Salzwasser und dem Wind & Regen ganz schnell „Bad hair day“. Mal gucken, ob ich später wieder Ordnung rein bringen kann. ?